NEUER KURS
Eine Villa exklusiv für den Schreibkurs: die toskanische Landschaft ist die Heimat der literarischen Form „Novelle".
Die unerhörte Begebenheit
Die Kunst der Novelle
Eine Woche Schreiben in einer Villa in der Toskana, weil die besten Geschichten dort entstehen, wo man sich Zeit nimmt, sie zu erzählen
Villa de' Ricci Rignana, Greve in Chianti, Toskana · Im Oktober 2027
NEUER
KURS
DER KURS
Von der Lust am Erzählen
Im Jahr 1348 verliessen zehn junge Leute die Stadt Florenz und zogen sich auf ein Landgut in den Hügeln zurück. Um sich die Zeit zu vertreiben, beschlossen sie, einander Geschichten zu erzählen. Jeden Tag eine pro Person, zehn Tage lang. So beginnt das Decamerone von Giovanni Boccaccio, eines der berühmtesten Erzählwerke der italienischen Literatur und die Geburtsstunde einer literarischen Form, die bis heute lebt: die Novelle.
Genau das tun wir in dieser Woche. Wir ziehen uns in eine Villa in den Hügeln des Chianti zurück, wenige Kilometer von den Schauplätzen Boccaccios entfernt, und widmen uns der Kunst der kurzen, pointierten Geschichte. Die Novelle erzählt von einer unerhörten Begebenheit, so hat es Goethe genannt. Ein Zufall, der ein Leben wendet. Eine List, die auffliegt oder gelingt. Eine Begegnung, die alles verändert. Die Novelle braucht keine grossen Themen, sie braucht einen Wendepunkt und die Lust, auf ihn zuzusteuern.
Wer schon Kurzgeschichten geschrieben hat, findet in der Novelle eine verwandte Form mit eigenem Temperament. Sie ist weltzugewandter, anekdotenfreudiger, oft heiterer. Sie liebt das Konkrete, den Marktplatz, die Herberge, das Missverständnis, den geglückten Streich. Wer zum ersten Mal erzählend schreibt, findet in ihr die vielleicht zugänglichste aller literarischen Formen. Denn am Anfang jeder Novelle steht etwas, das jeder Mensch kennt und kann. Eine Geschichte, die man weitererzählen möchte.
Im Lauf der Woche schreibt jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer eine eigene Novelle. Die Vormittage gehören dem Handwerk und dem Schreiben. Wie findet man den Stoff, der eine Geschichte trägt? Wie baut man auf den Wendepunkt hin? Wie erzählt man schnell, ohne hastig zu werden, und langsam, ohne zu verweilen? Wie viel Figur braucht eine Novelle, wie viel Schauplatz, wie viel Anfang und wie viel Ende? Peter Ackermann arbeitet mit erprobten Techniken des erzählenden Schreibens.
Die Nachmittage gehören den Ausflügen und dem Weiterschreiben, die Abende der Tafel. Und wie bei Boccaccio kann vorgelesen. Wer möchte, gibt eine Passage in eine Runde, in der ernsthaft und wohlwollend zugehört wird. So entsteht im Lauf der Woche ein eigenes kleines Decamerone, ein Kranz von Geschichten, erzählt in einer Villa über den Rebbergen, wie vor bald siebenhundert Jahren.
Die Villa de' Ricci Rignana liegt auf einem Hügelkamm zwischen Rebbergen und Olivenhainen des Chianti.
Die villa
Ein Haus über den Rebbergen
Wer nach Rignana will, verlässt die Strasse und fährt eine lange Kiesstrasse durch Rebberge und Olivenhaine, bis das Gut auf seinem Hügelkamm auftaucht, zwischen Greve in Chianti und der Abtei Badia a Passignano. Hier oben ist es still. Man hört Zikaden, den Wind in den Zypressen, mittags die Glocke der Abtei aus der Ferne. Das Anwesen ist seit Jahrhunderten ein Landgut, die Villa de' Ricci sein herrschaftliches Haus, mit hohen Räumen, alten Möbeln und Terrakottaböden, auf denen die Schritte anders klingen als zu Hause.
Wir haben die Villa exklusiv für uns, eine Woche lang. Zwei grosse Salons, ein Billardzimmer, die Terrassen und der Garten mit Swimmingpool gehören der Schreibgruppe. Geschrieben wird, wo es einem gefällt. Am langen Tisch im Salon, im Schatten der Zypressen, am Rand des Pools, während unten im Tal die Rebberge im Oktoberlicht liegen. Man versteht hier schnell, warum Boccaccios Gesellschaft die Stadt verliess. Für eine unerhörte Begebenheit braucht es einen Ort, an dem man Zeit hat, sie zu erzählen. Die Abende verbringen wir an der gemeinsamen Tafel, in der Villa oder in der Trattoria des Gutes, wenige Gehminuten über den Hügel.
Im Salon brennt der Kamin, Licht fällt durch hohe Fenster auf alte Möbel und Terrakottaböden.
Blick über die Rebberge von Rignana, im Oktober, wenn die Lese vorbei ist und das Licht tief und golden steht.
DAS CHIANTI
Hügel, so weit man sieht
Das Chianti liegt zwischen Florenz und Siena, ein Hügelland aus Rebbergen, Olivenhainen, Zypressenalleen und Dörfern, die auf Kuppen sitzen wie hingestellt. Kaum eine Landschaft Europas ist so oft gemalt, fotografiert und besungen worden, und doch überrascht sie jeden, der sie zum ersten Mal wirklich sieht. Im Oktober steht das Licht tief und golden, die Lese ist eben vorbei, die Weingüter atmen auf, die Sommergäste sind fort. Es ist die schönste Zeit des Jahres, um hier zu sein. Und die stillste.
AusflÜGE
Türme, Wein und Etrusker
Die Nachmittage führen hinaus in eine der reichsten Kulturlandschaften Europas. Siena mit seiner muschelförmigen Piazza, um die einst die Pferde jagten. San Gimignano, dessen Geschlechtertürme seit dem Mittelalter in den Himmel ragen wie eine steinerne Skyline. Und unter allem die Etrusker, jenes rätselhafte Volk, das hier lange vor den Römern lebte, Wein anbaute und seine Toten in Kammern unter der Erde bestattete. Sie kannten eine Gesellschaft der Frauen, in der Frauen zu Tisch sassen wie Männer, unerhört in der antiken Welt. Ihre Gräber sind Bilderbücher, Wandmalereien voller Musik, Tanz und Gelage, als hätten sie die Unsterblichkeit schon im Leben gelebt. Wer durch das Chianti fährt, fährt durch dreitausend Jahre Geschichte.
Das genaue Ausflugsprogramm wird zurzeit erstellt und Ende August bekanntgegeben.Das genaue Ausflugsprogramm wird zurzeit erstellt und im September 2026 bekanntgegeben.
San Gimignano, Etruskisches Erbe. Die Geschlechtertürme ragen in den Himmel einer Landschaft, in der Frauen schon vor 2500 Jahren Grund und Häuser besitzen durften, während es in Rom noch lange danach für Frauen unmöglich war.
Die Piazza del Campo in Siena, muschelförmig zum Palazzo Pubblico hin geneigt. Ein prächtiger Ort für ein Gelati.
Unterkunft und anreise
Eine Villa mit Pool
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer wohnen in Einzelzimmern, in der Villa selbst und im benachbarten Gutshaus, der Fattoria, zwei Gehminuten entfernt. Jedes Zimmer ist individuell eingerichtet und hat sein eigenes Bad, bei den meisten liegt es im Zimmer, bei einzelnen direkt gegenüber auf dem Gang. Frühstück in der Villa, die Abendessen nehmen wir gemeinsam ein, in der Villa und in der Trattoria des Gutes.
Flug von Zürich nach Florenz, von dort bringt uns ein Bus in rund vierzig Minuten nach Rignana. Vor Ort steht für die Ausflüge ein Bus mit Fahrer zur Verfügung.
Anreisen per Zug sind ebenfalls möglich. Genaueres folgt.
Blick über die Rebberge von Rignana, im Oktober, wenn die Lese vorbei ist und das Licht tief und golden steht.
Leistungen & Preise
Einzelzimmerzuschlag je nach Wahl des Zimmers. Weitere Informationen siehe unten
Claudia Kristensen, Product Managerin Kreativeren, Baumeler Reisen, Luzern, 041 418 65 74
Erwähnen Sie bitte bei der Buchung Ihren Kontakt mit Peter Ackermann oder diese Website.
Änderungen vorbehalten
Zimmer und ihre Preise
Die Villa ist in zwei Hausteile unterteilt, Villa Riccio (Parterre) und die Villa Stella (1. Etage). Jedes Zimmer ist einzigartig.
Es stehen folgende Zimmerkategorien zur Verfügung:
Der Basispreis von CHF 3290 berechnet sich aufgrund vom Doppel-Zimmer Belegung im Zimmer Gallo in der Villa Riccio
Einzelbelegungs Zuschlag CHF 790
Folgende Aufpreise für die Spezial-Zimmer gibt es in der Villa Hausteil Riccio (Parterre):
Zimmer Legno CHF 930
Zimmer Foglie CHF 980
Im Hausteil Stella der Villa (1. Etage)
Zimmer Annameta CHF 1280
Zimmer Sebastiano CHF 1150
Zimmer Cantina CHF 1060
Zimmer Corte CHF 1060
Alle Zimmer sind auf der Webseite ersichtlich: villa@rignana.it
Wenn alle Zimmer in der Villa belegt sind, werden wir weitere Zimmer in der hübschen Fattoria gleich nebenan buchen.
Allen Teilnehmenden steht die ganze Villa zur Verfügung.
BERATUNG & BUCHEN
Fragen Sie
Seit elf Jahren führt Peter Ackermann Kleingruppen an inspirierende Orte in der Schweiz, Irland, England, Italien, Schweden, auf den Kanalinseln sowie in Marokko, in einer Atmosphäre, die zum Schreiben einlädt und zum Entspannen Raum lässt. Für Fragen zu Kurs, Ort und Ablauf wenden Sie sich gerne direkt an ihn. Buchen können Sie die Kurse bei der langjährigen Partnerorganisation Baumeler Reisen. Diese ist Mitglied des Garantiefonds der Schweizer Reisebranche.
Erwähnen Sie bitte bei der Buchung Ihren Kontakt mit Peter Ackermann oder diese Website.
Peter Ackermann
Kurs- und Reiseleiter
076 388 62 66
peterackermann@mac.com
Baumeler Reisen
Claudia Kristensen
Product Managerin Kreativferien
041 418 65 74
claudia.kristensen@baumeler.ch
Zinggentorstrasse 1, 6006 Luzern
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01.05.–07.06.2026
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TOSKANA
Die unerhörte Begebenheit
09.10.–16.10.2027
VAL D'ANNIVIERS
Texte zum Jahresende
16.12.–19.12.2027
www.peterackermann.com